Aktuelles

100 Tage-Bilanz einer Pfarrerin

Gut 100 Tage ist Ksenija Auksutat (55) nun als Pfarrerin in Stockstadt am Rhein tätig. Die 100-Tage-Frist wird auch den Verantwortlichen in politischen Ämtern eingeräumt. Doch dann sollen erste Ergebnisse und Erfolge erkennbar werden.

Pfarrerin Ksenija Auksutat
Bild: Ben Knabe – Evangelisches Medienhaus

„Erfolg ist ja eigentlich kein Kriterium in der Seelsorge“, sagt Auksutat nachdenklich. Dennoch blickt sie zufrieden auf die ersten drei Monate. In den ersten Wochen war noch der Abstand zwischen Darmstadt und Stockstadt zu bewältigen, viele Fahrten, zuweilen auch zwei Mal am Tag. Dann kamen der Umzug und die Einführung in einem Gottesdienst. Dass das Verhältnis der Gemeinde zum vorhergehenden Pfarrerpaar in einem Konflikt endete, ist in Stockstadt kein Geheimnis. Doch Ksenija Auksutat möchte neues Vertrauen aufbauen. „Ich bin mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung hierhergekommen. Mein Dienst ist getragen von Hoffnung und Liebe.“ Sie bezieht beides aus dem christlichen Glauben, davon lebt sie und das gibt sie weiter. Vor allem als Seelsorgerin im Zusammenhang mit Sterben und Tod hat sie in den ersten Monaten erlebt, wie wichtig das auch für die Gemeindemitglieder in Stockstadt ist.

Auksutat arbeitet mit einer vollen Stelle in der Stockstädter Kirchengemeinde, die rund 2300 Mitglieder hat. Pfarrer Hans Jürgen Basteck hat die halbe Pfarrstelle inne und ist zudem ihr Ehemann.

Änderungen wird es mit ihnen auch geben. Den Anfang machen die Konfirmandinnen und Konfirmanden. Sie treffen sich seit Oktober einmal im Monat für einen ganzen Tag zum Unterricht im Gemeindehaus. „Dann ist Zeit für viel gemeinsames Erleben, die Jugendlichen erleben sich als Gruppe beim Spielen und Essen.“ Am ersten Konfi-Tag haben Tiffany Yamamoto und Inge Haidinger aus dem Kirchenvorstand für das Mittagessen gesorgt, es war bio und vegan. Der Konfi-Unterricht arbeitet mit einem online-Konzept, dafür wurde im Gemeindehaus ein WLAN-Zugang eingerichtet.

Die Gottesdienste werden in der gewohnten Form gefeiert, aber es gibt mehr Beteiligung. Für den Familiengottesdienst an Heilig Abend mit Krippenspiel konnte sie 18 Kinder zur Mitwirkung gewinnen. Ein kleiner Engel hat sich selbst den Satz ausgedacht, den sie sagen möchte und einen Wolf wird es auch geben. „Die Kreativität der Kinder ist ein großer Schatz. Als Erwachsene sollen wir Kindern aufmerksam zuhören,“ findet Auksutat. Die Abendgottesdienste bekommen eine freiere Form in denen sich auch Menschen ohne kirchlichen Background gut einstimmen können. Für ältere Mitbürger konnte sie zwei ehrenamtliche Helferinnen als Gottesdienstpatinnen gewinnen. Sie sorgen dafür, dass auch gehbehinderte Menschen pünktlich zur Kirche und wieder zurück nach Hause kommen können.

Auksutat beschreibt sich als gut strukturiert und innovativ. „Wichtig ist mir auch das, was ich Zuhause arbeite – dazu gehört für mich, intensiv nachzudenken,“ sagt sie und legt den Kopf schräg. „Was braucht es, um Menschen ohne Erfahrung mit der Sprache des Glaubens zu erreichen?“ fragt sie. „Wie finden die Stockstädter mit ihren Lebensfragen und Anliegen Raum in der Kirche?“ Sie möchte die Gemeinde über den Kreis der Aktiven hinaus kennenlernen: „Es braucht Zeit bis man etwas in und mit der Gemeinde aufbauen kann.“ Ksenija Auksutat stellt klar: „Ich bin keine Alleingängerin, ich bin ein Teamplayer.“ Sie wolle gemeinsam ihrem Mann, dem Kirchenvorstand und vielen anderen „die Kirche öffnen als Ort für alles, was das Leben stärkt“. Mit einem Lachen gesteht sie ein: „Ungeduldig bin ich manchmal schon. Manche sagen, ich sei forsch. Aber ohne das wird sich nichts verändern.“ Man wird Pfarrerin Auksutat also weiter mit viel Schwung auf dem Fahrrad unterwegs in Stockstadt sehen.


Haushalt der Kirchengemeinde verabschiedet

Offenlegung vom 16. bis 20. Dezember 2019

Der Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt am Rhein hat in seiner Sitzung am 5. Dezember den Haushalt für das Jahr 2019 beschlossen.

Der Haushalt liegt in der Zeit vom 16. Bis 20. Dezember 2019 während der Öffnungszeiten des Pfarrbüros für die Gemeindeglieder zur Einsichtnahme offen.


Krippenspiel – Mitwirkende gesucht

Grafik: „Der Gemeindebrief“

Für das Krippenspiel am 24.12. um 16.00 Uhr in der Evangelischen Kirche Stockstadt suchen wir viele kleine Darsteller und Darstellerinnen. Maria und Josef, Engelchor, Hirten, Schäfchen und ein Esel – für jedes Kind oder für jeden Jugendlichen ist noch eine Wunschrolle zu haben.

Es sind Sprechrollen und viele Rollen ohne Text zu vergeben. Wir freuen uns über jedes Kind, das Lust hat, mitzumachen. Auch Musiker und Musikerinnen können sich gern noch zum Mitspielen melden.

Wer dabei sein möchte, kommt einfach am Montag, den 25. November um 16.30 Uhr ins Gemeindehaus, Marktstr. 30, wo wir das vorgesehene Krippenspiel vorstellen werden und Rollen verteilen wollen. Die Bibelentdecker und Pfarrerin Auksutat freuen sich schon auf Euch!

Treffen zur Anmeldung und Rollenvergabe: Montag, 25.11., 15.30 – 16.30 Uhr, Gemeindehaus, Marktstraße 13.

Geprobt wird Montag, 2.12., 9.12. und 16.12. von 16.30 – 17.30 Uhr im Gemeindehaus. Die Generalprobe findet statt am Montag, 23.12., von 16.30 – 17.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche. Gottesdienst mit Krippenspiel an Heilig Abend: Dienstag, 24.12.2019, 16.00 Uhr, Evangelische Kirche, Kirchstr. 10



Dank für 40 Jahre Kirchenvorstand

Richard Hefermehl ist seit 40 Jahren ununterbrochen Mitglied im Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt am Rhein und hat in dieser Zeit etliche Pfarrer kommen und gehen sehen. Für diese langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde ihm in der vorigen Woche von Seiten des Kirchenvorstands gedankt.

Foto: Überreichen des Geschenks, v.l.n.r.: Pfarrerin Auksutat, Ellen Lautenschläger, Richard Hefermehl, Roger Funk

Richard Hefermehl ist seit dem Herbst 1979 Mitglied des Kirchenvorstands in Stockstadt. Begonnen hat sein Engagement in der Jugendarbeit als Kindergottesdiensthelfer. Mit 20 Jahren wurde er zum ersten Mal in den KV gewählt und ist seitdem ununterbrochen dabei. Bereits seit 15 Jahren hat er den Vorsitz dieses Leitungsgremiums der Gemeinde inne. Er hat fünf Pfarrer miterlebt, halbe Stellen und Vertretungspfarrer nicht mitgerechnet. Seit 38 Jahren gehört Hefermehl der Dekanatssynode an. Der heute 60-jährige Vorsitzende trägt mit seinem klugen und manchmal kämpferischen Eintreten für die Gemeinde auch gegenüber anderen Gremien immer wieder zur Zukunft der Gemeinde bei.


Gottesdienstpaten gesucht

Zeichnung: „Der Gemeindebrief“

Wer im Alter nur eingeschränkt beweglich ist, braucht Hilfe – auch um sonntags zur Kirche zu kommen. Darum sucht die Evangelische Kirchengemeinde Stockstadt Gottesdienstpatinnen oder -Paten für ältere Menschen, die sie sonntags mit ihrem Auto zum Gottesdienst bringen und anschließend wieder nach Hause fahren. Die Gottesdienstpaten müssen nicht selbst am Gottesdienst teilnehmen, können dies aber selbstverständlich tun.

Während der gesamten Fahrt sind die Gottesdienstpaten und ihre Mitfahrer im Rahmen der kirchlichen Unfallversicherung versichert. Wer helfen möchte, kann dies auch einmalig oder nur zu bestimmten Sonntagen übernehmen.

Die Koordination übernimmt das Gemeindebüro, Telefon 06158-84535 oder per Mail: kirchengemeinde.stockstadt@ekhn.de


Konzert-Ankündigung / Evangelischer Kirchenchor

Der Vorverkauf für die beiden Konzert am SO (8.12.) und MI (11.12.) startet ab sofort.
Herzliche Einladung!


Einladung zum Martinsumzug am 11.11.2019

Die Katholische und Evangelische Kirchengemeinde Stockstadt am Rhein laden herzlich zum ökumenischen Martinsumzug am Montag, 11. November 2019 ein. Der Umzug startet um 18 Uhr an der evangelischen Kirche Stockstadt und endet mit einem gemütlichen Beisammensein bei Glühwein, Punsch etc. an der katholischen Kirche. Die musikalische Begleitung übernimmt der Evangelische Posaunenchor Stockstadt. Herzliche Einladung hierzu!

Bild: „Der Gemeindebrief“

Artikel in „Ried-Info“ vom 30.10.2019


Artikel im Ried-Echo vom 24.10.2019

Langer Atem für die Musik

Seit fünf Jahrzehnten leitet Ingeborg Haust den Posaunenchor der evangelischen Gemeinde in Stockstadt. Helmut Schneider ist ebenso lange ihr Schüler. Beide wurden nun geehrt.

Von René Granacher

STOCKSTADT – 50 Jahre an der Posaune, 50 Jahre Musik zur Ehre Gottes: eine reife Leistung. Ein doppeltes kirchenmusikalisches Jubiläum hat die evangelische Gemeinde am Sonntag mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang in der Kirche gefeiert. Denn Ingeborg Haust ist seit einem halben Jahrhundert Leiterin des Evangelischen Posaunenchors, Helmut Schneider ebenso lange ihr Schüler. Als die Lehrerin Ende 1969 die Leitung der Gruppe übernahm, war der Bub namens Helmut einen Monat zuvor beigetreten und erlernte von da an sein Instrument.

Viele andere folgten ihm, kamen über die Jahre dazu und gingen auch wieder, wenn sich die Lebenssituation änderte. Haust und Schneider blieben und wurden nun vielfältig gewürdigt und geehrt. Denn die Musik des Posaunenchors ist aus dem Leben der Kirchengemeinde nicht wegzudenken: bei Gottesdiensten und Festen, bei ökumenischen Veranstaltungen wie dem Martinszug, über lange Jahre auch beim Pfarrfest der katholischen Gemeinde. Auch in anderen Orten trat die Gruppe auf, so in Biebesheim oder bei der Waldweihnacht auf dem Kühkopf.

Für das Posaunenwerk der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau war Martin Weisser gekommen, um die Leistungen der Leiterin und des Musikers über fünf Jahrzehnte zu würdigen. Viel Freizeit sei während dieser langen Zeitspanne in die Kirchenmusik geflossen. Die Zahl der Posaunenchöre in evangelischen Gemeinden nehme langsam ab, sagte er, liege aber allein im Bezirk Starkenburg noch bei 71.

Richard Hefermehl dankte für den Kirchenvorstand und erinnerte sich, wie er zeitweise selbst dem Posaunenchor angehört hatte. Er hob hervor, dass Haust zu den Übungsstunden seit 50 Jahren nach Stockstadt fahre, erst aus Alsbach und nun schon lange aus Darmstadt. Zugleich sei sie in ihrer Funktion die dienstälteste Mitarbeiterin der Kirchengemeinde und eine Konstante im Ort.

Unzählige Stücke hat Haust in dieser Zeit mit der Gruppe eingeübt und oft auch umgeschrieben, schon weil Musik für kirchliche Posaunenchöre traditionell in der speziellen Kuhlo-Notation steht, sodass sie direkt aus Gesangbüchern gespielt werden kann. In 50 Jahren waren es etwa ebenso viele Männer und Frauen, früher auch Jungen und Mädchen, die unter Leitung von Ingeborg Haust gespielt haben.

13 sind es derzeit, und mehr sollen es auch nicht werden: „Ich will keine Zeit mehr in die Ausbildung von Neuzugängen investieren“, erklärt Haust. „Wir werden jetzt zusammen alt.“ Aus Marburg stammend, war sie schon früh durch ihren Vater, ebenfalls Leiter eines Posaunenchors, in Berührung mit Blasinstrumenten gekommen. Nachdem ihre ältere Schwester schon Tenorhorn spielte, durfte sie mit 14 Jahren anfangen, die Posaune zu erlernen.

Als Lehrerin in Gernsheim kam sie durch ihren Vorgänger Karl Heinz Hannig, einen Studienkollegen, in Verbindung mit dem Posaunenchor der Stockstädter Gemeinde. Diese wollte sie zunächst nicht einstellen, weil weibliche Chorleiter damals ganz unüblich waren, besann sich dann aber eines Besseren. 15 Pfarrer und Pfarrerinnen erlebte Haut schließlich in den Jahrzehnten ihrer Tätigkeit.

Zu den Kostproben ihres Könnens, die von den Bläsern in dem Gottesdienst mit Pfarrer Hans Jürgen Basteck zu erleben waren, gehörte der Bach-Choral „Nun danket alle Gott“. Mehrere Stücke erklangen gemeinsam mit dem Flötenkreis der Gemeinde (Leitung: Sonja Siegel), so zum Abschluss die „Irischen Segenswünsche“ auf ein Motiv aus dem bekannten Kanon von Pachelbel.


Artikel im Ried-Echo vom 15.10.2019

Anke Gerbig leitet Kita Arche Noah

Die neue Chefin der evangelischen Kindertagesstätte in Stockstadt plant keine großen Umbrüche des Konzepts.

Von René Granacher

STOCKSTADT – Die evangelische Kindertagesstätte „Arche Noah“ hat seit 1. September eine neue Leiterin: Anke Gerbig. Die Neununddreißigjährige wurde jetzt in einem Gottesdienst offiziell in ihr Amt eingeführt. Zuvor war sie in mehreren Darmstädter Kindergärten beschäftigt, teils in leitender Funktion.

Den Wohnsitz wechseln muss sie nicht für ihre neue Arbeitsstelle: Schon seit 2001 wohnt Gerbig in Riedstadt. Aus Geilenkirchen bei Aachen stammend, kam sie aus Nordrhein-Westfalen „der Liebe wegen“ nach Südhessen. Ihre Ausbildung zur Erzieherin hatte sie da schon beendet. Mit ihrem Mann, Servicetechniker von Beruf, hat sie einen inzwischen zehnjährigen Sohn.

Ihr Arbeitgeber wurde die Stadt Darmstadt, für die sie 18 Jahre lang in Kindergärten in verschiedenen Stadtteilen tätig war: Kranichstein, Bessungen, zuletzt in der Heimstättensiedlung. Als städtische Angestellte war sie dabei immer in einer großen Organisation eingebunden, hatte nie weniger als 100 Kinder in der Einrichtung – jetzt bewegt sie sich in einem wesentlich überschaubareren Umfeld. „Und in Darmstadt waren noch Krippe und Hort angeschlossen, darum reichte die Altersspanne von eins bis zum Ende der Grundschule.“

Nun hat sich Gerbig bewusst eine andere Art von Einrichtung ausgesucht. Sie wollte mal wieder ein anderes Arbeitsumfeld erleben, als sie sich unter den Stellenanzeigen im Internet umgesehen hat, so berichtet sie. Erzieherinnen und auch Kita-Leiterinnen sind weiterhin sehr gesucht, auch mit Leitungsaufgaben, so hatte sie viele Möglichkeiten und konnte näher an ihren Wohnort rücken.

Aber auch das Profil der evangelischen Kita war für sie ein Argument, nach Stockstadt zu kommen: „Ich war schon in Nordrhein-Westfalen in einer christlichen Einrichtung, und nach der langen Zeit in kommunalen Kitas wollte ich das gerne wieder.“ Selbst ist sie katholisch, aber zuhause herrscht die Ökumene: „Meine beiden Männer sind ja evangelisch.“

Zu den Unterschieden, die sie jetzt im Vergleich zu Darmstadt erlebt, gehören die stärkeren persönlichen Kontakte, die Vernetzung mit den anderen Einrichtungen im örtlichen Umfeld. „Diese engere Einbindung ist auch ein Vorteil gegenüber Darmstadt“, sagt sie. „Ich habe gleich sehr viele Leute kennengelernt, von der Kirchengemeinde her und auch was die Kinderbetreuung angeht. Die Kita am Mühlbach, das MAZ, der Familienbeirat, die Gemeinde … Die Zusammenarbeit läuft da sehr gut.“

Zu Beginn ein Wasserschaden

Als sie ankam, erlebte sie die Kita gleich als Baustelle aufgrund eines Wasserschadens: das wahre Leben. Auch ist das Personal der Einrichtung noch nicht ganz komplett, es werden noch weitere Erzieherinnen gesucht. Besonders im vergangenen Winter litt die Arbeit der Kita unter einem starken Personalengpass. Dennoch sieht sie die Aufgabe positiv, in die sie nun eingestiegen ist: „Ich fühle mich wohl im Team und habe ein gutes Gefühl.“

Bei Konzeptionstagen hat die Kita in der vergangenen Woche ihre künftige Arbeit besprochen. Große Umbrüche plant Gerbig als Leiterin nicht, will aber das Vorhandene weiterentwickeln. Wichtig ist ihr zum Beispiel der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule: „Für die Kinder ist das ein großer Schritt, der gemeinsam begleitet werden muss, um einen guten Schulstart zu unterstützen. Dafür gibt es hier schon gute Strukturen, und die müssen wir pflegen.“


Aktuelles vom Evangelischen Kirchenchor Stockstadt

Derzeit bereitet sich der Evangelische Kirchenchor Stockstadt mit einem gemischten Projekt aus Männern und Frauen auf zwei Adventskonzerte vor.

Hierzu treffen sich die Sängerinnen und Sänger jeden Donnerstag im Evangelischen Gemeindehaus.

Die beiden Konzerte unter dem Motto „Verleih uns Frieden gnädiglich“ finden am Sonntag, 08.12. (18:00 Uhr) und am Mittwoch, 11.12.2019 (19:30 Uhr) in der Evangelischen Kirche Stockstadt statt. Karten zu 10 Euro pro Person sind ab November erhältlich.

Ab 2020 verschiebt der Chor seine regelmäßigen Proben dauerhaft auf Montag ab 20:00 Uhr!
Wenn Sie immer schon mitsingen wollten und der Mittwoch bisher nicht passte, ist das die Gelegenheit, unverbindlich montags bei uns reinzuschnuppern. Wir freuen uns auf jede weitere Sängerin.


Ried-Echo vom 1.10.2019: „Neues Pfarrerpaar in Stockstadt“

Pfarrerin Ksenija Auksutat und Pfarrer Hans Jürgen Basteck sind in einem evangelischen Gottesdienst in ihren Dienst offiziell eingeführt worden.

von René Granacher

STOCKSTADT – Tätig sind sie schon seit einigen Wochen, am Sonntagabend wurden sie offiziell in ihre Ämter eingeführt: Die evangelische Gemeinde hat ein neues Pfarrerpaar in Ksenija Auksutat (54) und Hans Jürgen Basteck (57). Weil es der Tag des Erzengels Michael war, standen bei dem Gottesdienst auch Engel im Blickpunkt und wurden auf verschiedene Weisen zum Thema.

Zu Beginn begrüßte Richard Hefermehl als Vorsitzender des Kirchenvorstands alle Teilnehmer im vollen Gotteshaus. Zwölf Mitglieder der Gemeinde sprachen kurz zu Formen, in denen der Beistand von Engeln spürbar werden kann, etwa Ausdauer oder Liebe, Tatkraft oder Geborgenheit. Die Anfangsbuchstaben dieser Begriffe formten zusammen das Wort „Alltagsengel“ – ein Hinweis darauf, dass man nicht nur auf himmlischen Beistand warten muss, sondern selbst zum Engel für andere werden kann.

Dekanin Birgit Schlegel ging in ihrer Ansprache darauf ein, dass die Wege zum Pfarrberuf unterschiedlich sind: mal ganz direkt und mal auf verschlungenen Umwegen. Dann ging sie beispielhaft auf die Lebenswege von Auksutat und Basteck ein. Die Pfarrerin wuchs in Crumstadt auf, war schon in ihrer Jugend in der Gemeinde aktiv und wurde Prädikantin, bevor sie in Frankfurt, Hamburg und New York Theologie studierte. Zu ihren weiteren Stationen gehörten der Pressebereich der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Kirchenladen in Darmstadt, das konfessionskundliche Institut in Bensheim, aber auch Gemeindearbeit in Darmstadt oder Mörfelden. Daneben widmete sie sich immer der Glaubensvermittlung im Rundfunkbereich.

Pfarrer Basteck hatte zwar eine Religionslehrerin zur Mutter, begeisterte sich aber zunächst mehr für ein Studium der Forstwirtschaft. Nach dem Wechsel zur Theologie studierte er unter anderem in Göttingen, Marburg und Amsterdam, leitete anschließend Gemeinden in Großkrotzenburg und Atlanta. 13 Jahre lang war er anschließend Pfarrer im nordhessischen Wolfhagen.

Nach Südhessen kam er 2017 und lernte hier Ksenija Auksutat kennen. „Das Leben ist Beziehung“, schloss die Dekanin, und manches habe sich erst mit der Zeit zu einem Ganzen gerundet. Das Pfarrerpaar wolle nun neue Ideen und Konzepte einbringen, etwa beim Konfirmandenunterricht. Beide besäßen die Bereitschaft zuzuhören und auf andere zuzugehen.

Bei der eigentlichen Einführung wurde Schlegel begleitet von Heike Hartung für den Kirchenvorstand sowie Pfarrer Frank Sticksel aus Heppenheim. In seiner anschließenden Predigt spannte Basteck einen weiten Bogen vom Text aus dem Lukasevangelium, in dem 72 Jünger – wie Engel – zum Dienst ausgesandt werden, bis zur Bedeutung des Namens Michael „Wer ist Gott?“ als Warnung vor falschen Götzen wie Geld und Erfolg. Jesus lenke den Blick auf das Ewige: „Schon heute können wir teilhaben am Himmelreich und Engel sein für andere.“

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Miriam Fischer an der Orgel. Zu Eröffnung und Schluss spielte außerdem der Flötenchor klassische Weisen unter der Leitung von Sonja Siegel. Die Liturgie bereicherte der Kirchenchor, den in Vertretung Beatrice Weber aus Biebesheim leitete.

An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang an, der Gelegenheit zum Gespräch und zum Kennenlernen des neuen Pfarrerpaars bot. Dieser Austausch war wegen des ungewissen Wetters vom Platz vor der Kirche verlegt worden ins Gemeindehaus. Dort nutzten auch die verschiedenen Gruppierungen der evangelischen Kirchengemeinde ebenso wie katholische und bürgerliche Gemeinde die Möglichkeit, das Paar mit guten Wünschen für seine Tätigkeit in Stockstadt zu versehen.


Abendgottesdienst mit Einführung des neuen Pfarrerehepaars

Quelle: privat

Die Evangelische Kirchengemeinde Stockstadt lädt herzlich zum Einführungsgottesdienst des neuen Pfarrerehepaars der Gemeinde – Pfarrerin Ksenija Auksutat und Pfarrer Hans Jürgen Basteck am Sonntag (29.9.) um 18 Uhr in die Evangelische Kirche Stockstadt ein.

Die Einführung wird durch Dekanin Birgit Schlegel erfolgen. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Kirchenchor und dem Flötenkreis der Kirchengemeinde. Der Kirchenvorstand freut sich auf die Zusammenarbeit mit den beiden Pfarrpersonen, die seit 1. September ihren Dienst in der Gemeinde tun.

Im Anschluss an den Gottesdienst bietet ein Umtrunk vor der Kirche Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen und Gespräch.


Stellenausschreibung KiTa Arche Noah

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Anzeige „Ried-Info“ vom 28.8.2019

Ried Echo 24.08.2019

Kirchenbücher als wichtigste Quelle

Heimatforscher Jörg Hartung unternimmt im Evangelischen Gemeindehaus einen Ausflug in die Geschichte Stockstädter Familien.

Von René Granacher

STOCKSTADT – Geschichtliche Ereignisse scheinen weit weg – außer, wenn sie die eigenen Vorfahren betreffen. Jörg Hartung hat am Donnerstagabend rund 40 Stockstädtern ihre historischen Wurzeln nahegebracht, als er über die Geschichte alteingesessener Familien referierte.

Es ging um Namen, die schon immer zu Stockstadt zu gehören scheinen. Tatsächlich sind jedoch viele dieser alteingesessenen Familien erst im Laufe des 18. Jahrhunderts in den Ort gekommen, oft aus benachbarten Dörfern. Andere sind nach dem Dreißigjährigen Krieg zugezogen, als Not und Verwüstung viele Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben.

Die wichtigste Quelle für solche Informationen sind Kirchenbücher, erläuterte Hartung. Erst seit 1875 gibt es deutschlandweit eine amtliche Registrierung von Geburten, Heiraten und Taufen – vorher haben die örtlichen Pfarrer diese Ereignisse notiert. Das Entziffern der alten Unterlagen ist eine Herausforderung: Schriften und Schreibweisen verändern sich, erklärte Hartung, und erfordern immer wieder neues Einlesen. „Und mancher Pfarrer hatte einfach eine Sauklaue.“

Als er sich mit 15 für die eigenen Vorfahren zu interessieren begann, konnte er selbst nichts in den alten Büchern lesen und bekam viel Hilfe vom damaligen Pfarrer Karl-Heinz Horlebein. Die Familie Grünig, der Hartungs Mutter entstammt, entpuppte sich dann als eine der am längsten nachweisbaren im Ort: Seit dem 30-jährigen Krieg ist sie hier ansässig.

Da die erhaltenen Stockstädter Kirchenbücher – ein Teil verbrannte im Zweiten Weltkrieg in Darmstadt – nur bis 1643 zurückreichen, ist man für die Zeit vorher auf andere Unterlagen angewiesen. So auf eine Kriegsschadensliste von 1622, wo schon der Name Nösinger auftaucht. Nösingers (manchmal Nesinger geschrieben) waren immer wieder als Rheinfischer anzutreffen, auch der letzte Fischer des Ortes zu Beginn des 20. Jahrhunderts war ein Nösinger.

Berufe, die über die Generationen weitergegeben werden, finden sich immer wieder in den Unterlagen: viele Fischer und Bauern, aber auch traditionelle Handwerke – Bäcker, Metzger, Weber. Wahrscheinlich heirateten diese sogar öfter in benachbarte Orte, weil man möglichst einen Ehepartner aus dem gleichen Gewerbe suchte. So war die Familie Felger (aus Gundernhausen zugezogen) als Hirten tätig. Als Zimmergeselle kam 1715 der erste Kabey nach Stockstadt, und auch dieser Beruf hielt sich in der Familie.

Die Familie Hefermehl ist seit 1759 als wohlhabende Bauern in Stockstadt zu finden; in ihrem Herkunftsort Crumstadt schrieb und schreibt sie sich Hebermehl. Der Name Mölbert kam 1746 aus Erfelden, Lautenschläger 1869 aus Pfungstadt. Das Bäckerhandwerk pflegte die Familie Nold, 1779 aus Erfelden gekommen, bis Jakob Friedrich Nold aus einer Schlosserei einen großen metallverarbeitenden Betrieb aufbaute, der den Ort über Jahrzehnte prägen sollte.

Eine Familie Nübling oder Niebling findet man in Stockstadt nicht mehr, dabei war sie schon vor dem Dreißigjährigen Krieg hier ansässig: Ein Dokument von 1594 nennt einen Stockstädter Fischer dieses Namens. Seit 1750 gibt es keine Namensträger mehr, doch das Erbe lebt fort, erklärte Hartung: Fast jeder alteingesessene Stockstädter hat Vorfahren namens Nübling. Wer seine Familiengeschichte nachverfolgen will, kann dazu das „Stockstädter Familienbuch“ nutzen, das Jörg Hartung verfasst hat.


Vortrag: „Ausflug in die Geschichte der Stockstädter Familien“

Die Evangelische Kirchengemeinde und das Museum Stockstadt am Rhein laden am Donnerstag den 22. August 2019 um 19 Uhr recht herzlich zu einer Vortragsveranstaltung zur Stockstädter Ortsgeschichte in das Evangelische Gemeindehaus, Marktstraße 13, Stockstadt am Rhein ein. Der Familienforscher und Autor des „Familienbuches Stockstadt am Rhein 1643 – 1900“, Jörg Hartung, wird an diesem Abend über den Ursprung der alten, für Stockstadt typischen, Familiennamen referieren. Im Vortrag wird beispielsweise darauf eingegangen, wann der jeweilige Familienname erstmals in Stockstadt vorkam, von wo der erste Namensträger einwanderte und welchem Beruf er nachging.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, Spenden zur Finanzierung der Sanierung des Gemeindehauses werden erbeten.


Verabschiedung von Pfarrer Dr. Christian Ferber
Vakanzvertretung am 30. Juni beendet

Mit dem Gottesdienst am 30. Juni endete die Zeit der Vakanzvertretung durch Pfarrer Dr. Christian Ferber.
In seiner Predigt hob Pfarrer Dr. Ferber die positiven Entwicklungen hervor, die sich in der Kirchengemeinde im letzten Dreivierteljahr ergeben haben und die im Herbst letzten Jahres so sicher niemand erwartet hätte.

Der Vorsitzende des Kirchenvorstands Richard Hefermehl dankte Herrn Dr. Ferber für seinen Dienst in der Gemeinde und wünschte ihm für seinen weiteren Lebensweg – beruflich und privat – alles Gute und Gottes Segen. Pfarrer Dr. Ferber übernimmt nun zunächst die Elternzeitvertretung für seine Partnerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Einhausen.

v.l.n.r.: Roger Funk (Kirchenvorstand), Pfarrer Dr. Christian Ferber, Richard Hefermehl (Vorsitzender des Kirchenvorstands)

Wie bereits berichtet, wird die Pfarrstelle der Kirchengemeinde voraussichtlich ab 1. September wieder besetzt sein. Auch für die weitere halbe Pfarrstelle in der Gemeinde wurde ein passender Kandidat gefunden, die Besetzung erfolgt hier durch die Kirchenleitung.

Ebenfalls im Gottesdienst verabschiedet wurde Frau Gabriele Emser, die nach 13 Jahren die Leitung der Gemeindegruppe „Bibelentdecker“ abgegeben hat. Richard Hefermehl dankte ihr für ihr langjähriges Engagement und die Leitung der Gruppe, die vor 13 Jahren zunächst als Angebot in der KiTa entstanden war, bevor sie vor nunmehr 10 Jahren als Gemeindegruppe weitergeführt wurde.

v.l.n.r.: Roger Funk, Pfarrer Dr. Christian Ferber, Richard Hefermehl

Wahl zur Neubesetzung der Pfarrstelle in Stockstadt
Kirchenvorstand wählt Pfarrerin Ksenija Auksutat

Der Kirchenvorstand stimmte in seiner Sitzung am 18. Juni 2019 in geheimer und schriftlicher Wahl unter Anwesenheit der Dekanin Birgit Schlegel für die Bewerberin auf die Pfarrstelle der Gemeinde, Pfarrerin Ksenija Auksutat, die sich im Gottesdienst am 2. Juni 2019 der Gemeinde vorgestellt hatte.

Das Wahlergebnis wurde im Gottesdienst am 23. Juni der Gemeinde bekanntgegeben. Es folgt nun eine 2-wöchige Frist, in der alle nach der Kirchengemeindewahlordnung wahlberechtigten Gemeindeglieder gemäß §27 des Pfarrstellengesetzes Einspruch erheben können. Einsprüche können nur auf folgende Gründe gestützt werden: Gesetzwidrigkeit des Besetzungsverfahrens, erhebliche Bedenken gegen Lehre und Lebensführung, wesentlich eingeschränkte Dienstfähigkeit.
Die Einspruchsfrist endet am 7.7.2019.

Erfolgt kein Einspruch, gibt es eine weitere Frist von 14 Tagen. Innerhalb dieser Frist muss die Bewerberin gegenüber dem Kirchenvorstand mitteilen, ob sie die Wahl annimmt.

Vorbehaltlich der Wahrung aller Fristen könnte der 1. September der Dienstbeginn für die neue Gemeindepfarrerin sein. Die Evangelische Kirchengemeinde wird hierzu weiter berichten.


Anmeldung zur Konfirmation 2020

Bild: „Der Gemeindebrief“

Die Anmeldung für das neue Konfirmandenjahr 2019/2020 findet am Donnerstag, 06. Juni 2019 um 18.00 Uhr im Ev. Gemeindehaus, Marktstraße 13 in Stockstadt statt.
Eingeladen sind Mädchen und Jungen des Jahrganges 2005/2006 sowie deren Erziehungsberechtigte. Soweit die Anschriften der Kirchengemeinde bekannt sind, wurden die Familien bereits mit einem Brief informiert.
Für auswärtig Getaufte ist die Vorlage der Taufurkunde erforderlich.

Auch eine Taufe während der Konfirmandenzeit ist möglich.


Neubesetzung der vakanten Pfarrstelle
Vorstellung der Bewerberin im Gottesdienst am 2. Juni

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Sanierung des Gemeindehauses gibt es eine weitere positive Entwicklung in der Evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt zu vermelden!
Der Kirchenvorstand freut sich mitteilen zu können, dass eine Bewerbung auf die vakante Pfarrstelle der Kirchengemeinde vorliegt.

Bei der Besetzung von Pfarrstellen finden in der EKHN (unsere Landeskirche: Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) drei Verfahren in rollierender Folge Anwendung: Modus A, B oder C. Allen drei Modi ist die Ausschreibung der vakanten Stellen im Amtsblatt der EKHN gemeinsam.
Unterschiede gibt es dahingehend, dass bei Modus A und B der Kirchenvorstand eine Vorauswahl der Bewerber trifft, die dann zu einem Vorstellungsgespräch unter Beteiligung von Propst/Pröpstin und/oder Dekan/-in eingeladen werden. Die Stockstädter Pfarrstelle wird im Modus A vergeben. Das heißt, der Kirchenvorstand entscheidet in Form einer geheimen Wahl über die Neubesetzung.
Ebenso findet ein Gottesdienst statt, in dem sich dann auch die Gemeinde ein Bild der Bewerberin / des Bewerbers machen kann. Die Stockstädter Gemeindeglieder und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind daher herzlich eingeladen, am Sonntag (2. Juni) im Gottesdienst um 10 Uhr die Bewerberin persönlich kennenzulernen. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht die Möglichkeit, mit der Bewerberin ins Gespräch zu kommen.

Auch für die weiterhin zu vergebende halbe Pfarrstelle liegt eine Bewerbung vor, hier entscheidet die Kirchenleitung über die Besetzung.


Neueröffnung Evangelisches Gemeindehaus

Sanierung abgeschlossen – Festakt zur Neueröffnung

Die Evangelische Kirchengemeinde Stockstadt am Rhein lädt herzlich zur feierlichen Neueröffnung des Gemeindehauses in der Marktstraße 13 ein. Die Feierstunde findet statt am Sonntag (19.5.) um 14 Uhr.
Den Anfang wird eine Andacht durch Dekanin Birgit Schlegel bilden. Danach folgt ein interessantes Programm mit allerlei Informationen zur abgeschlossenen Sanierung. Auch das Architektenteam wird anwesend sein. Die musikalische Begleitung des Programms übernehmen die Musikgruppen der Kirchengemeinde.
Neben den offiziellen Programmpunkten gibt es natürlich Gelegenheit zur Besichtigung und zum Gespräch. Auch für Snacks und Getränke ist gesorgt.


Alles neu im Gemeindehaus – Bericht im „Ried-Echo“ vom 8.5.2019

Von René Granacher

Nach längerer Renovierung wird am 19. Mai das evangelische Gemeindehaus wiedereröffnet. Der Vorsitzende des Kirchenvorstands Richard Hefermehl und Kirchenvorstand Roger Funk (von links) begutachten die Arbeiten. Foto: Vollformat/Robert Heiler

STOCKSTADT – Bald ist es geschafft: Fast ein Jahr lang war das evangelische Gemeindehaus in der Marktstraße eine Baustelle, nun ist der Umbau fast beendet. Restarbeiten, Aufräumen, Saubermachen – bis zum 19. Mai soll alles geschafft sein. An diesem Tag beginnt um 14 Uhr ein Festakt zur Wiedereröffnung des Hauses. Dann steht es den verschiedenen Gruppen der Kirchengemeinde wieder zur Verfügung, moderner und schöner als je zuvor.

Schon wegen des energetischen Standards war eine Grundüberholung nötig, erklärt Roger Funk, der das Projekt als Fachmann und Mitglied des Kirchenvorstands eng begleitet hat: „Durch ungedämmte Wände und Decken ging viel Wärme verloren, auch war die ganze Haustechnik veraltet.“ Richard Hefermehl, Vorsitzender des Kirchenvorstands, lobt Funks Engagement: „Wir hatten Glück, dass er im Ruhestand ist und so viel Zeit investieren konnte. Ohne ihn hätten wir das nie so umsetzen können.“

Im Rahmen der Renovierung wurden noch viele weitere Punkte angegangen. So sind der Saal und die übrigen Räume jetzt heller und freundlicher, sie bieten durch neue Lagermöglichkeiten auch mehr Platz. Dazu kommen etwa die sparsame und dimmbare LED-Beleuchtung, die akustisch und optisch angenehme Decke aus Holzlamellen und die moderne Tonanlage. Auch einen barrierefreien Zugang hat das Gebäude jetzt. Etwa eine Million Euro wurde insgesamt in die Modernisierung investiert. Wenngleich die Landeskirche davon 65 Prozent trug, blieb für die Kirchengemeinde doch ein ordentlicher Batzen übrig. „Wir konnten das nur stemmen, weil zugleich auch die Wohnung im Obergeschoss des Hauses renoviert wurde“, berichtet Hefermehl. So stand Geld zur Verfügung, das für diesen Zweck zurückgelegt war. Nach einer kompletten Entkernung wurde die Fläche mit Leichtbauwänden neu aufgeteilt nach heutigen Bedürfnissen. Die drei Zimmer mit Bad und kleiner Küche, in bester Lage des Ortes und nun auf modernem Wohnstandard, werden an eine junge Familie vermietet.

ENERGIESPAREN

Moderne Haustechnik sorgt nun für einen sparsamen Betrieb des Gemeindehauses. Die neue Gasheizung ist im Keller des Hauses untergebracht, und auf allen geeigneten Dächern der vier gemeindeeigenen Gebäude – Pfarrhaus, Kindergarten, Gemeindehaus und Diakoniestation – finden sich nun auch Solarmodule. (gra)

Das angenehme Raumklima dürfte auffallen, das im Winter von der verglasten Südseite des Saals profitiert, dank moderner Jalousien aber im Sommer nicht unter Überhitzung leidet. Die Dreifachverglasung ist wärme- und schalldämmend, auch die Wände haben rundum eine Außendämmung bekommen. Die erneuerte Kücheneinrichtung wird bemerkt werden, die neuen Tische, auch die Schrankwände in Saal und Jugendraum. Provisorien zur Lagerung von Instrumenten, Noten und anderem Material gehören der Vergangenheit an.

Die Liste der Einzelmaßnahmen nimmt kein Ende. „Das war fast eine Grundsanierung“, sagt Funk. „Für das gleiche Geld hätte man auch neu bauen können, aber dann hätte es Einschränkungen etwa bei der Fläche gegeben.“ Auch am derzeit leer stehenden Pfarrhaus wurde an vielen Stellen erneuert: Dach und Dämmung, Haustür und Fenster, Putz und Terrasse.

Für die Ausführung der Gewerke hat der Kirchenvorstand möglichst regionale Firmen beauftragt. Der Bauboom trieb die Kosten in die Höhe. „Wir liegen aber insgesamt nur acht Prozent über dem ursprünglichen Ansatz“, erklärt Funk, „das ist für ein Projekt dieser Größe sehr gut.“ Zumal es an älteren Gebäuden immer Überraschungen gibt. Hier war es etwa das Erdreich ums Haus, das entsorgt werden musste. Die Bauleitung hatte das Darmstädter Architekturbüro Menzel und Kossowski, unterstützt durch das Kirchenbauamt in Darmstadt – und Roger Funk.


Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten in der Karwoche und an Ostern

Bild: „Der Gemeindebrief“

Gründonnerstag, 18. April

19.00 Uhr:    Gottesdienst mit Abendmahl (Pfarrer Dr. Ferber),
Musik: Evangelischer Kirchenchor

Karfreitag, 19. April

10.00 Uhr:    Gottesdienst mit Abendmahl (Pfarrer Dr. Ferber)

Ostersonntag, 21. April

10.00 Uhr:    Gottesdienst (Pfarrer Dr. Ferber),
Musik: Evangelischer Flötenkreis und Evangelischer Posaunenchor

Ostermontag, 22. April

10.00 Uhr:    Gottesdienst (Prädikant Bauer),
Musik: Evangelischer Kirchenchor


Osterkrone – Dank an die Stockstädter Landfrauen

auch in diesem Jahr schmückt wieder eine wunderschöne Osterkrone – erstellt von den Stockstädter Landfrauen – unseren Kirchplatz. Herzlichen Dank dafür!


Anmeldung zur Konfirmation 2020

Die Anmeldung für das neue Konfirmandenjahr 2019/2020 findet am Donnerstag, 06. Juni 2019 um 18.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Marktstraße 13 in Stockstadt statt.

Eingeladen sind Mädchen und Jungen des Jahrganges 2005/2006 sowie deren Erziehungsberechtigte. Soweit die Anschriften der Kirchengemeinde bekannt sind, wurden die Familien bereits mit einem Brief informiert.

Für auswärtig Getaufte ist die Vorlage der Taufurkunde erforderlich.

Auch eine Taufe während der Konfirmandenzeit ist möglich.


Goldene Konfirmation in Stockstadt – Ried-Info vom 10.4.2019


Einladung zum Freitagstreff vor Ostern

Die Ev. Kirchengemeinde lädt am Freitag von 14.30 bis 17.00 Uhr in die Kath. Begegnungstätte in der Noldstraße 6 zum monatlichen Freitagstreff ein. Zu Beginn hält Herr Pfarrer Dr. Ch. Ferber eine Andacht.

Anschließend wird zum Kaffeetrinken eingeladen, musikalisch begleitet von Herr E. Isler. Der Fahrdienst steht wie gewohnt zur Verfügung.

Eingeladen sind alle älteren Stockstädter.


Ausschreibung Organisten-Stelle

Orgel von Bernhard Dreymann in der Evangelischen Kirche Stockstadt am Rhein

Konfi-Ausflug ins Bibelhaus Frankfurt

Am Dienstag, den 26. Februar, machte sich der aktuelle KU Jahrgang auf zu einem Besuch des Bibelhauses in Frankfurt. Die Konfis lernten, dass einige Texte der Bibel über 3000 Jahre alt sind und eine lange und spannende Entwicklungsgeschichte hinter sich haben. Mit kleinen Aufträgen wurden sie durch das Museum geschickt, so dass sie selbst wesentliche Erkenntnisse beitragen konnten. Außerdem besuchten sie den Erzvater Abraham und seine Frau Sara in einem Nomadenzelt und lernten viel über die damaligen Lebensverhältnisse. Insgesamt also eine spannende, biblische Zeitreise, die sich gelohnt hat!

(Text und Bilder: Pfr. Dr. Christian Ferber)


Bilder vom Gottesdienst zum Weltgebetstag 2019


Einladung zum Freitagstreff

Die Evangelische Kirchengemeinde Stockstadt lädt am 08. März 2019 von 14.30 bis 17.00 Uhr in das Katholische Gemeindezentrum  in der J.-F.-Nold-Str. 6 zum monatlichen Freitagstreff ein. Zu Beginn hält Herr Pfarrer Dr. Christian Ferber eine  Andacht mit Feier des  Abendmahls. Danach wird zum Kaffeetrinken eingeladen. Herr Isler übernimmt die musikalische Umrahmung des Nachmittags. Der Fahrdienst steht wie gewohnt zur Verfügung, Änderungen hierzu bitte bis spätestens am Donnerstag um 17.00 Uhr im Pfarrbüro bekannt geben, Tel. 06158/84535.


Ausschreibung der Pfarrstellen

Wir suchen eine neue Pfarrerin / einen neuen Pfarrer. Die Ausschreibung der Pfarrstelle finden Sie im aktuellen Amtsblatt der EKHN
Auch eine halbe Pfarrstelle zur Verwaltung ist ausgeschrieben. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!


Kirchenvorstandsvorsitzender Richard Hefermehl und Heike Hartung aus dem Kirchenvorstand lieben den hellen und freundlichen Charakter des evangelischen Gotteshauses. Foto: Vollformat/Robert Heiler

Stockstadt: Ein Gotteshaus in Weiß

Artikel im „Ried-Echo vom 14.2.2019 (von Anke Mosch)

Die Renovierung der evangelischen Kirche in Stockstadt im Jahr 1973 sorgt für einen freundlichen Gesamteindruck.

STOCKSTADT – Der oberste Bauherr der evangelischen Kirche prangt tatsächlich an oberster Stelle: Wer das im gotischen Stil erbaute Gotteshaus von 1607 betritt und an die im prachtvollen Renaissancestil gestaltete Stuckdecke schaut, entdeckt das Wappen des Landgrafen Ludwig V. zu Hessen-Darmstadt und daneben das seiner Gemahlin Magdalena von Brandenburg. Ein Politikum aus der Entstehungsgeschichte der Kirche ist dagegen erst seit der großen Renovierung von 1973 wieder an der Decke zu sehen: das alte Wappen der Grafen von Erbach.

Denn nach einem erbitterten Streit um die Baukosten zwischen der politischen Gemeinde und den Grafen von Erbach als Zehntherrn konnten sich schließlich die Stockstädter durchsetzten. So trug ein Teil der Baulast der Landgraf als oberster Bauherr, ein Teil die politische Gemeinde (Turm) und das Langschiff das Haus Erbach. Das setzte dafür durch, dass der Turm der politischen Gemeinde nicht auf das gräfliche Kirchendach, sondern neben das Langhaus gesetzt wurde.

Als 1714 mit dem Zehntrecht auch die vollständige Baupflicht für die Kirche von den Grafen von Erbach auf das Haus Hessen-Darmstadt überging, hatten die Stockstädter nichts Eiligeres zu tun, als 1720 im Zuge einer „Kirchenreparatur“ das Wappen der Erbacher zu übertünchen. Im damaligen Kirchenbuch findet sich auch die Begründung: „weilen nun . . . nicht nöthig geachtet wird, eines fremden Herren sein Wappen zu haben“. Erst bei der Renovierung 1973 wurden die Reste des alten Wappens wiederentdeckt und freigelegt.

Kirchenvorstandsvorsitzender Richard Hefermehl und Heike Hartung aus dem Kirchenvorstand lieben den hellen, freundlichen Charakter der Kirche. Hefermehl umso mehr, als er das Gotteshaus als Bub noch ganz anders erlebt hat. „Schwarz herrschte vor, es war richtig dunkel“, erinnert er sich. So sei etwa der Altar mit schwarzen Behängen verdeckt gewesen. „Wir Konfirmanden haben gedacht, dass da ein Holzkasten drunter sein müsste.“ Gar nicht so verkehrt – nur, dass unter dem Holz das Original versteckt war.

Bei der Renovierung 1973 wurde der alte Steinaltar von vielen Farbschichten und der Holzverkleidung befreit und einen Meter nach hinten versetzt. Ebenso wurde die gesamte düstere Holzverkleidung vom Podest im Chorraum und den tragenden Säulen der Empore beseitigt. Die filigranen Säulen sind nun in Weiß gehalten und tragen zu dem lichten Gesamteindruck des Kircheninnenraums bei.

Verstärkt wird diese Wirkung durch die großen Fenster des Altarraums. Das mittlere direkt hinter dem Altar, wie seine beiden Nachbarn eingebaut für die im Zweiten Weltkrieg zerstörten, zeigt Reformator Martin Luther und den protestantischen Schwedenkönig Gustav Adolf, der im Dreißigjährigen Krieg in Erfelden mit seinen Truppen den Rhein überquert hatte. Wer sich umdreht und Richtung Kirchentür schaut, entdeckt auf der Empore eine weitere Besonderheit: Die 1838 vom bekannten Mainzer Orgelbauer Bernhard Dreymann angefertigte Orgel, die nicht nur weitgehend im Originalzustand erhalten ist, sondern als Rarität über eine „Aeoline 8“, eine Art Harmonium, verfügt. Sie ist damit die letzte Dreymann-Orgel mit einer Aeoline.

Einen Schreck erlebte die Kirchengemeinde 1990: Ein vorsätzlich gelegter Brand in der Sakristei griff in den Innenraum über, durch die starke Rußentwicklung musste der Innenraum renoviert werden. „In der Zeit konnten wir unsere Gottesdienste in der katholischen Kirche abhalten“, erinnert sich Hefermehl.

„SCHWEIßTUCH DER VERONIKA“

Ein Reliefstein an der nördlichen Außenwand stammt vermutlich noch aus dem Vorgängerbau, der auch als „Kleine Kirche am Rhein“ bezeichnet wurde. Er zeigt das sogenannte „Schweißtuch der Veronika“. Nach der christlichen Überlieferung soll die heilige Veronika ihr Tuch Jesus Christus auf seinem Weg nach Golgata gereicht haben, damit er sich damit Schweiß und Blut abwischen konnte. Dabei soll sich sein Gesicht auf dem Schweißtuch schließlich eingeprägt haben. (anmo)


Neue Öffnungszeiten Pfarrbüro ab 1. März
SDie Evangelische Kirchengemeinde Stockstadt teilt mit, dass sich die Öffnungszeiten des Pfarrbüros ändern: Das Pfarrbüro wird ab 1. März 2019 zu folgenden Zeiten geöffnet sein: Dienstag, 9 – 11 Uhr, Donnerstag 16-18 Uhr und Freitag, 9-11 Uhr. Vielen Dank für das Verständnis!


Neues aus dem Konfi-Unterricht

Zur Zeit behandeln wir das Thema „Die Schöpfung“. Über Bilder haben sich die Konfis mit der Schönheit von Gottes Schöpfung beschäftigt und gleichzeitig auch mit ihrer kostbaren Zerbrechlichkeit auseinandergesetzt. Das Baby „Emma“ wurde uns zum Ausgangspunkt der Frage, was wohl künftige Generationen von uns erwarten, um ebenfalls (noch) lebenswerte Bedingungen auf der Erde vorzufinden?
In einer langen Liste haben die Konfis festgehalten, an wie vielen Stellen der Mensch Raubbau an Gottes Schöpfung betreibt. Und gleichzeitig haben sie eine eigene Agenda verfasst, was jede einzelne tun kann, um die uns von Gott anvertraute Schöpfung zu schonen. Damit etwas bleibt von dem, was der Psalmbeter bekennt: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“ (Psalm 139,14)

Pfr. Dr. Christian Ferber

Foto: Pfarrer Dr. Christian Ferber
Foto: Pfarrer Dr. Christian Ferber

Abend-Gottesdienst und Plätzchen-Aktion der Konfis

Die Evangelische Kirchengemeinde lädt herzlich zum Abend-Gottesdienst am Sonntag (27.1.) um 18.00 Uhr in die Evangelische Kirche ein.
Im Anschluss an den Gottesdienst werden unsere Konfis Plätzchen verkaufen. Im Rahmen des Konfirmandenunterrichts beschäftigen sie sich gerade mit dem Thema „Diakonie – vom Segen des Helfens“ und hatten in diesem Zusammenhang Plätzchen gebacken und damit Menschen besucht und überrascht, denen es gerade nicht so gut geht. Die überzähligen Plätzchen sollen nun zu Gunsten der Kinder- und Jugendarbeit verkauft werden.

Foto: Dr. Christian Ferber
Foto: Dr. Christian Ferber

Klein, aber fein – Neujahrsempfang in der Kirche

Klein, aber fein war der diesjährige Neujahrsempfang, der am 6.1. im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche stattfand. Das Gemeindehaus steht derzeit aufgrund der noch andauernden Sanierung noch nicht zur Verfügung.
Bei Sekt und Neujahrsbrezeln waren die Gemeindeglieder eingeladen, noch etwas in der Kirche zu verweilen und ins Gepräch zu kommen.

Foto: Dr. Otmar Nassau

Jahreslosung 2019

Mit den Worten der Jahreslosung 2019 wünschen wir Ihnen ein frohes und gesegnetes neues Jahr und schauen hoffnungsvoll in die Zukunft!

Jahreslosung 2019 Suche Frieden und jage ihm nach! Psalm 34,15 Foto: Lotz