Taufschale glänzt wieder

In Stockstadt sind viele Taufen angemeldet

Taufen sind gerade der Renner in der evangelischen Kirche in Stockstadt nach den Wochen, in denen keine Gottesdienste gefeiert werden durften. Beinahe an jedem Sonntag wird vor oder nach dem Gemeindegottesdienst, der um 11 Uhr gefeiert wird, ein Kind getauft. „Für jede Tauffamilie bieten wir einen eigenen Gottesdienst an“, berichtet Pfarrerin Auksutat. „Das ist für die Kirchengemeinde etwas aufwendiger, die Familien jedoch genießen den Schutz im vertrauten Familienkreis.“

Darum wurde auch die historische Taufschale nun denkmalgerecht renoviert und neu versilbert. Die Kosten dafür wurden zur Hälfte von Tauffamilien gespendet und zur Hälfte von der Evangelischen Frauenhilfe Stockstadt übernommen. „Uns liegen die Kinder der Gemeinde immer besonders am Herzen“, sagte Inghilde Melk, Vorsitzende der Frauenhilfe: „Auch für Erwachsene ist der Schimmer des Wassers im hellen Silber der Taufschale eine Freude.“ Der Kirchenvorstand dankt der Frauenhilfe und allen Spenderfamilien aus der Gemeinde.

Taufinteressierte können sich im Gemeindebüro melden, Tel. 06158-84535,
oder direkt bei Pfarrerin Auksutat oder Pfarrer Basteck.

Foto: Ksenija Auksutat

Landesehrenbrief für Richard Hefermehl

Am Freitag (25.9.) wurde Richard Hefermehl für sein vielfältiges und langjähriges ehrenamtliches Engagement – vor allem im Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt – mit der Überreichung des Landesehrenbriefs durch Landrat Thomas Will geehrt.

Richard Hefermehl gehört dem Kirchenvorstand über 40 Jahre an, seit mehr als 15 Jahren ist er Vorsitzender des Gremiums. Schon lange bevor er erstmalig in den Kirchenvorstand gewählt wurde – seinerzeit als jüngstes Mitglied des Gremiums – war er ehrenamtlich in der Kirchengemeinde tätig.

Obwohl Richard Hefermehl bereits seit Anfang der 1990-iger Jahre nicht mehr in Stockstadt wohnt, gehört er als Gemeindeglied der Evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt an, ist hier mit großem Engagement ehrenamtlich tätig und ist der Gemeinde Stockstadt am Rhein immer eng verbunden geblieben.

Insbesondere die Trägerschaft der Diakoniestation Stockstadt am Rhein bis zu deren Überführung in die GFDS (Gesellschaft für Diakonie- und Sozialstationen in Hessen und Nassau) im Januar 2017, sowie die Trägerschaft der Evangelischen KiTa „Arche Noah“ seit 1992 machen deutlich, dass die Leitung der Stockstädter Kirchengemeinde durchaus mit der Leitung eines mittelständischen Unternehmens vergleichbar ist. Sie ist mit einem hohen Maß an Verantwortung – sowohl in finanzieller Hinsicht als auch in Form von Personalverantwortung – verbunden.

Neben seiner ehrenamtlichen Arbeit als Vorsitzender des Kirchenvorstands ist Herr Hefermehl Mitglied in verschiedenen Stockstädter Vereinen (z.B. Freiwillige Feuerwehr, Förderkreis Diakoniestation, Förderverein Hofgut Guntershausen e.V.), was seine große Verbundenheit zu Stockstadt unterstreicht. Die Evangelische Kirchengemeinde Stockstadt gratuliert herzlich zur wohlverdienten Auszeichnung!

Foto: Harald von Haza-Radlitz

Freitagstreff startet wieder

Die Evangelische Kirchengemeinde lädt zum Freitagstreff am 18. September ein. Trotz Corona lädt das Team gemeinsam mit Herrn Pfarrer Hans Jürgen Basteck von 14.30 bis 17.00 Uhr in das Gemeindehaus in der Marktstraße 13 ein.
Auch Herrn Isler erwartet der Freitagsreff.

Nach einer Andacht wird zum Kaffeetrinken eingeladen.  Über die Arbeit in der Gemeinde wird dann gesprochen, auch wird mit Bildern vom Urlaub mit Corona Hindernissen erzählt. 

Die Gäste sind gebeten, ihre Teilnahme telefonisch anzumelden bei Frau Inghilde Melk, Tel. 88076 und Ursula Heil, Tel. 985734. Die Räume im Gemeindehaus sind groß genug, um die Tische und Stühle coronagerecht hinzustellen, die Anzahl der Gäste wird jedoch benötigt. Nochmal herzliche Einladung an alle älteren Stockstädter!

Kerb-Gottesdienst in Stockstadt

Aufgrund von Corona kann die Stockstädter Kerb dieses Jahr nicht stattfinden. Am Kerb-Gottesdienst – im kleineren Rahmen als sonst – möchten die Evangelische Kirchengemeinde und die Stockstädter Kerweborsch trotzdem festhalten, erinnert er doch an den „Geburtstag“ und die Erbauung unserer Stockstädter Kirche.
Der Kerb-Gottesdienst findet am Samstag (12.9.) um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche statt.

Unter Einhaltung aller coronabedingten Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln ist auch die musikalische Beteiligung des Evangelischen Posaunenchors im Anschluss an den Gottesdienst draußen geplant, so dass hoffentlich auch in diesem Jahr das Stockstädter Kerwe-Lied erklingen kann.

Evangelische Kirche Stockstadt am Rhein

An(ge)dacht September – „Wir schaffen das“

„Wir schaffen das“

„Wir sitzen alle im selben Boot.“ Das ist ein starker Satz. Jemand sagt etwas, das für alle gilt, also auch für mich. Das Bild macht gleich klar, was mir droht, wenn ich mich nicht mitgemeint fühle: Dann schwimme ich ganz allein im weiten Meer, denn die anderen sitzen ja alle drin im Boot.

„Wir schaffen das.“ Bundeskanzlerin Merkel hat das 2015 gesagt, als sich viele Sorgen gemacht haben, wie die vielen geflüchteten Menschen in Deutschland untergebracht und versorgt werden können. Mit ihrem starken Satz wollte die Kanzlerin damals wohl deutlich machen, dass die Bevölkerung, die bereits hier lebt, keine Angst zu haben braucht. Aber sie hat damit zugleich alle in die Pflicht genommen. Und auch hier wurden die, dies sich nicht mitgemeint fühlten, ausgegrenzt. Sie suchten sich dann neue Verbündete und wurden ein neues, rechtes Wir. Zu dem „wir“ gehört oft das „uns“. Unser Land, unsere Sprache, unsere Kinder.

In der Kirche heißt es oft: „Wir glauben in unserer Gemeinde an Gott.“ Ich begegne solchen Aussagen eher misstrauisch. Bin ich denn Teil von diesem „wir“? Ich trage ja einen nicht sehr häufig vorkommenden Vor- und Nachnamen. Der fremde Klang löst aus, was Fremdes meistens auslöst: Misstrauen, Angst, Distanz. Die ist keine von uns, pass erstmal auf – so die unbewusste Reaktion vieler Menschen. Darum bedeutet es mir sehr viel, dass vor Gott alle Menschen in den Blick kommen. Und zwar als einzelne Persönlichkeiten, mit ihrem Glauben, ihren Sorgen und Hoffnungen.

Dass dieses „wir“ gerade im Glauben jeden Tag neu eine Frage an jeden Einzelnen ist, hat der Theologe Dietrich Bonhoeffer jungen Christ*innen mit auf den Weg gegeben. Er sagte im Frühjahr 1938 in einer Predigt zur Konfirmation: „Aus dem ‚Wir glauben‘ muss nun immer mehr das ‚Ich glaube‘ werden. Der Glaube ist eine Entscheidung. Darum kommen wir nicht herum.“

Ich finde, „unsere“ Gemeinde hier in Stockstadt ist ein guter Ort, um Ausgrenzung und Distanz zu überwinden. Um über den Glauben nachzudenken. Und das Zusammenleben für jede und jeden gut zu gestalten. Für uns. Alle. Wirklich jede und jeden.

Pfarrerin Ksenija Auksutat

Gedenk-Gottesdienst im Seniorenzentrum

Die Evangelische Kirchengemeinde Stockstadt am Rhein teilt mit, dass der Gottesdienst am Sonntag (6.9.) um 10.00 Uhr unter der Leitung von Pfarrer Basteck im Seniorenzentrum in der Schillerstraße stattfindet.

Wie auch in den letzten Jahren soll in diesem Gottesdienst an die im Laufe der letzten 12 Monate verstorbenen Bewohner würdevoll erinnert werden.

Unter Einhaltung aller coronabedingten Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln ist auch die musikalische Mitwirkung einer kleinen Abordnung des Evangelischen Kirchenchores unter der Leitung von Dagmar Staudt, sowie von Sonja Siegel vom Evangelischen Flötenkreis geplant.

Rückkehr zur Liturgie – Gemeindeversammlung geplant

Corona hat das öffentliche und kirchliche Leben seit Monaten fest im Griff. Seitdem es Mitte Mai die ersten Lockerungen gegeben hatte, wurde in der Evangelischen Kirche sonntags um 11 Uhr eine Andacht gefeiert – ohne Liturgie und weitgehend ohne Gesang.

In seiner letzten Sitzung hat der Kirchenvorstand nun beschlossen ab dem 23. August wieder zu einer liturgischen Form des Gottesdienstes zurückzukehren und somit wieder ein Stück mehr Normalität herzustellen. Hierbei soll künftig die Liturgie in Stockstadt an die in der Landeskirche (EKHN) übliche musikalische Form angepasst werden.

Um den Anforderungen der Hygiene-Regeln und des Infektionsschutzes gerecht zu werden, wird die Gemeinde allerdings auch weiterhin nicht singen. Die liturgischen Stücke werden daher nur von einzelnen Sängern/Sängerinnen angesungen.

Der Beginn des sonntäglichen Gottesdienstes soll zunächst bei 11 Uhr belassen werden, außerdem wird ab August auch der monatliche Abendgottesdienst (in der Regel am letzten Sonntag des Monats um 18 Uhr) in einer modernen liturgischen Form angeboten. Details zu den Gottesdiensten entnehmen Sie bitte der Homepage und der Tagespresse.

In einer Gemeindeversammlung, die zeitnah geplant wird, soll über die veränderte Liturgie in Stockstadt informiert werden. Außerdem möchte der Kirchenvorstand mit den Gemeindegliedern ins Gespräch kommen und sich z.B. über die mögliche dauerhafte Änderung der Gottesdienstzeiten, aber auch über die Perspektiven für das künftige Gemeindeleben austauschen. Informationen zur geplanten Gemeindeversammlung folgen.

Kirchhof als Party-Location…

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden in den letzten Monaten das öffentliche Leben und somit auch die Freizeitaktivitäten für viele Jugendliche stark zurückgefahren. 

Die Evangelische Kirchengemeinde musste in den letzten Wochen leider vermehrt feststellen, dass der Kirchhof sich zur abendlichen Party-Location entwickelt.

Jede Menge Müll, der über den Kirchhof verteilt zurückbleibt (Pizza-Kartons, Flaschen, Fastfood-Verpackungen etc.) und regelmäßig von der Küsterin eingesammelt und entsorgt werden muss, zeugt davon. Wie die Kirchengemeinde mitteilt wurden unlängst – offenbar während der untertägigen Öffnungszeit der Kirche – Kerzen und auch ein Gesangbuch aus der Kirche entwendet. Hierbei handelte es sich um Kerzen, die zu Beginn der Konfi-Zeit von den Konfis selbst gestaltet worden waren und die Konfis durch die gesamte Zeit begleitet hatten. Reste der Kerzen fanden sich sowohl unter dem im Kirchhof verstreuten Müll als auch – gemeinsam mit dem entwendeten Gesangbuch – in der Nähe des Bahnhofs. Die betroffenen Konfirmandinnen sind sehr traurig über den Verlust der Kerzen, die sie gerne als Erinnerungsstücke behalten hätten.

Der Kirchenvorstand möchte jeden Bürger, der eine „Corona-Party“ im Kirchhof beobachtet, ermuntern, dies der nächsten Polizeidienststelle zu melden, damit zeitnah eine Streife vor Ort für eine Auflösung der Versammlung sorgen kann. Auf diesem Weg könnten sicher auch größere Schäden künftig vermieden werden.

Putzaktion der Konfis in der Kirche

Vor der Konfirmation sorgte in diesem Jahr die Konfi-Gruppe für eine blitzblank geputzte Kirche. Auch in Stockstadt konnte die Konfirmation wegen der Covid-19-Pandemie nicht zum geplanten Termin im Mai stattfinden. Nach monatelangem Abwarten hatten Kirchenvorstand und Elternschaft beschlossen, zum Ende der Schulferien nun die Konfirmation durchzuführen.

Für den feierlichen Anlass wurde nun die Kirche von einigen Konfirmandinnen und Konfirmanden mit tatkräftiger Unterstützung einiger Eltern gründlich gereinigt. Die Putzaktion wurde von Küsterin Ruth Graulich vorbereitet.

Am Samstagmorgen standen Putzeimer, Wischlappen und professionelle Reinigungs-Gerätschaften im großen Kirchenraum bereit. Alle Bänke wurden gründlich geputzt, die Sitzkissen draußen vor der Kirche ausgeklopft. Auch der Chorraum wurde gereinigt. Die Böden in der gesamten Kirche wurden gesaugt. Küsterin Graulich übernahm die Reinigung der Empore. Die Wände, Fensterlaibungen und Ecken wurden mit einem Spinnenbesen entstaubt. Auch Pfarrerin Auksutat half tatkräftig mit und reinigte die Kanzel. Die Kirche wird seit Mai wöchentlich desinfiziert und die Grundreinigung sorgt nun zusätzlich für Sauberkeit. Zur Stärkung gab es anschließend kühle Getränke und belegte Brötchen.

Allen Helferinnen und Helfern sei hiermit herzlich gedankt!