Groß Gerauer Echo vom 24.11.2021

Beim mobilen Impfen ist im Kreis Groß-Gerau Geduld gefragt

Bis zu vier Stunden dauerte es in Stockstadt bis zur Corona-Impfung. Verbesserungen sind aber in Sicht.

Detlef Volk: Lokalredakteur Groß-Gerau Echo, Ried Echo

STOCKSTADT – Der Kreis ist von der immer größer werdenden Impfbereitschaft überrascht. Zwar appelliert die Kreisspitze immer wieder an die Menschen, die Impfangebote der Hausärzte und der mobilen Impfteams zu nutzen. Das Angebot ist allerdings nicht mit dem beim bereits wieder geschlossenen Impfzentrum zu vergleichen. So kam es auch beim Angebot im evangelischen Gemeindehaus in Stockstadt am Sonntag zu stundenlangen Wartezeiten.

Es war der inzwischen dritte Impftermin in Stockstadt. In der Zeit zwischen 11 und 18 Uhr wurden 157 Impfungen verabreicht, heißt es vom Kreis auf Nachfrage. „Einen Zuspruch in diesem Umfang hatten wir nicht erwartet“, teilte dazu die Pressestelle des Kreises mit.

Vor dem Impflokal bildete sich eine lange Schlange. „Das hat sich herumgesprochen, dass es diesen Impftermin gibt“, sagt Pfarrerin Ksenija Auksutat. Es seien viele Menschen dabei gewesen, die sich ihre Booster-Impfung abholen wollten, schildert die Pfarrerin. Und es seien nicht nur Menschen aus Stockstadt gewesen, die in der Schlange vor dem Gemeindehaus standen.

In Gesprächen hat Auksutat von einigen Menschen erfahren, die zum zweiten Mal den Versuch starteten, an ihre Booster-Impfung zu kommen. In Groß-Gerau seien sie nicht dran gekommen, weil kein Impfstoff mehr da war, berichtet Auksutat. Dies soll auch in Stockstadt am Ende der Fall gewesen ein.

In Stockstadt standen die ersten Impfwilligen bereits um 9.30 Uhr vor dem Gemeindehaus. Also 90 Minuten vor dem Impfbeginn, wie Auksutat berichtet. Das bestätigt auch der ECHO-Fotograf, der von drei bis vier Stunden Wartezeit erfuhr. Impfdosen seien aber ausreichend vorhanden gewesen. Allerdings habe die Zeit nicht gereicht, um alle vor der Tür stehenden Leute impfen zu können.

Um den Wartenden zu helfen, habe die Kirchengemeinde morgens bereits die Türen geöffnet, erzählt Auksutat. So konnte Älteren ein Sitzplatz angeboten werden und auch der Zugang zu Toilette war möglich. Bei den nächsten beiden Sonntags-Impfterminen am 12. Dezember und 9. Januar sollen zudem Ortspläne ausgehängt werden. Damit soll verhindert werden, dass Ortsunkundige den Gottesdienst stören, so die Pfarrerin.

Dem Impfteam in Stockstadt gehörten vier bis fünf Personen an, erklärt der Kreis auf Nachfrage. Die Aufstockungen der Teams laufe: Sowohl was die personelle Besetzung als auch die Anzahl der Teams betrifft, heißt es aus dem Landratsamt.

Als Erstes soll am Standort Helvetia-Parc in Groß-Gerau ab 1. Dezember ein weiteres Team zum Einsatz kommen. Um die Wartezeiten sei allerdings keine Terminvergabe geplant. „Eine Umstellung ist derzeit nicht vorgesehen. Die Erfahrungen im Impfzentrum waren diesbezüglich nicht gut, da Termine mitunter nicht wahrgenommen, aber auch nicht abgesagt wurden“, so die Antwort des Kreises.

Allerdings werde den Wartenden in der Schlange Bescheid gegeben, wer voraussichtlich noch eine Impfung erhalte, erklärt der Kreis. Es sei unter Berücksichtigung der (schon verlängerten) Arbeitszeit und der durchschnittlichen Zeit für einen Impfvorgang sehr gut abzusehen, wann die Kapazitätsgrenzen erreicht seien.

Am Sonntag wurden 439 Impfungen in Groß-Gerau und Stockstadt verabreicht. Davon waren 130 Erstimpfungen, 42 Zweit- und 267 Drittimpfungen.

Pfarrerin Auksutat am Totensonntag in hr1

Mit einem Radio-Beitrag ist die Stockstädter Pfarrerin Auksutat am Totensonntag zu hören. In ihren Sonntagsgedanken am 21.11. um 7:45 Uhr auf hr1 fragt sie nach Musik, die in der Trauer trösten kann. Und welche Lieder sucht man für die Trauerfeier aus? Das ist ein sensibles Thema, denn die Musik drückt etwas davon aus, wie das Leben war und was einen in der Trauer begleitet. Pfarrerin Auksutat wünscht sich, dass die Songs oder Lieder zum Abschied an die Verstorbenen erinnern, die Angehörigen trösten und Hoffnung geben. Ksenija Auksutat ist seit vielen Jahren Autorin von Verkündigungssendungen und seit zwei Jahren Pfarrerin in Stockstadt.

Haushaltsplan der Kirchengemeinde verabschiedet

Offenlegung vom 15. bis 19. November 2021

Der Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt am Rhein hat in seiner Sitzung am 4. November 2021 den Haushaltsplan für das Jahr 2022 beschlossen. Der Haushalt liegt in der Zeit vom 15. bis 19. November 2021 für die Gemeindeglieder zur Einsichtnahme offen. Dieser kann während der Öffnungszeiten des Pfarrbüros: Dienstag 9-11 Uhr, Donnerstag 16-18 Uhr und Freitag 9-11 Uhr eingesehen werden.

Starter-Tag für Kinder bei den Bibelentdeckern in Stockstadt

Zu einem Starter-Tag im Kindergottesdienst lädt die evangelische Kirchengemeinde Stockstadt ein. Nach den Herbstferien, am Montag, 25.10., von 16.30 -18.00 Uhr können neue Kinder die Bibelentdecker kennen lernen. Für die Eltern stehen in dieser Zeit Kaffee, Tee und ein Stück Kuchen bereit.

Der Kindergottesdienst wird von einem kleinen Team vorbereitet und findet immer montags statt. Die Kinder im Alter von 5-9 treffen sich im Gemeindehaus, Marktstr. 13. Dort ist genug Platz auch für eine größere Gruppe. Neben der biblischen Geschichte ist immer genug Zeit zum Spielen und Basteln. Auch ein kleiner Snack steht immer bereit. Ab November steht die Einübung des neuen Krippenspiels auf dem Programm.

Die Kinder unter 6 Jahren nehmen ohne Mund-Nase-Schutz teil, die älteren Kinder können am Platz ohne Maske sitzen. Die Lieder werden meist draußen auf der Terrasse gesungen, auch für die eher aktiveren Spiele geht die Gruppe nach draußen.

Das Team bittet um eine Anmeldung interessierter Kinder per Anruf oder WhatsApp unter 0170-182 1883.

Dank an die Stockstädter Landfrauen

Wunderbar geschmückt hatten die Stockstädter Landfrauen den Altar in der Evangelischen Kirche anlässlich des Erntedank-Gottesdienstes am 6. Oktober. Die Kirchengemeinde sagt „Herzlichen Dank!“

Die Erntegaben wurden anschließend der KiTa „Arche Noah“ zur Verfügung gestellt, um hier zu gesundem Mittagessen für die KiTa Kinder verarbeitet zu werden.

Gottesdienst zum Thema: Hauptsache Gesundheit? in Stockstadt

Hauptsache Gesundheit – das wünschen wir oft. Doch jeder Mensch hat auch mit Krankheiten zu tun, manche ein Leben lang. Die Gottesdienstgruppe hat einen Gottesdienst zu diesem Thema vorbereitet. Er findet statt am Sonntag, 10. Oktober, um 11 Uhr in der evangelischen Kirche in Stockstadt, Kirchstr. 11.
Mit eigenen Erfahrungen, Gebeten Liedern und einer spannenden Bibelerzählung wird davon erzählt, wie Gott hilft, das Leben mit allen Höhen und Tiefen zu bestehen.

Die Gottesdienstgruppe trifft sich mehrmals mit Pfarrerin Auksutat um für einen bestimmten Sonntag Predigt und Gebete zu formulieren. Dabei kommt die eigene Lebenserfahrung ganz stark zur Geltung. Wer Lust hat, auch über Bibeltexte und die Anforderungen des Lebens zu reden, kann sich gerne melden.

Abschied, Dank und Neuanfang

Im Gottesdienst am Sonntag (19.9.) wurde der neue Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt am Rhein feierlich in sein Amt eingeführt. Dem Gremium gehören an (in alphabetischer Reihenfolge): Petra Brettnich, Karin Dirfard, Roger Funk, Andrea Gils, Günter Hammann, Heike Hartung, Richard Hefermehl, Ruth Henninger, Ellen Lautenschläger, Rainer Lortz, Dr. Otmar Nassau und Paul Prigionieri. Karin Dirfard konnte leider am Gottesdienst nicht teilnehmen und wird daher zu einem späteren Zeitpunkt in ihr Amt eingeführt.

Aus dem Kirchenvorstand verabschiedet wurden Walter Bauer, Inge Haidinger und Tiffany Yamamoto, die zur diesjährigen Wahl nicht mehr kandidierten.

Pfarrerin Ksenija Auksutat und Pfarrer Hans Jürgen Basteck bedankten sich bei allen für ihr Engagement und Mitwirken in der Gemeinde. Auch den Mitgliedern des Benennungs- und Wahlausschusses und allen, die zur erfolgreichen Durchführung der KV Wahl beigetragen hatten, galt der Dank. Ein großer Dank ging auch an die beiden Pfarramts-Sekretärinnen Andrea Gunkel und Britta Evermann-Preisler, sowie an den langjährigen Kollektenkassen-Rechner der Kirchengemeinde Georg Brettnich.

Die neuen Konfis nutzten die Gelegenheit, neben Glückwünschen auch gleich ein paar konkrete Wünsche an den neuen Kirchenvorstand zu richten (z.B. wünschten sie sich interessante Angebote für Jugendliche) – wichtige Impulse, die das Gremium in seine zukünftige Arbeit aufnehmen wird.

Musikalisch begleitet wurde der Festgottesdienst vom Evangelischen Kirchenchor unter der Leitung von Dagmar Staudt.

Der „alte“ Kirchenvorstand: v.l.n.r.: Richard Hefermehl, Walter Bauer, Rainer Lortz, Tiffany Yamamoto, Pfarrer Hans Jürgen Basteck, Roger Funk, Inge Haidinger, Dr. Otmar Nassau, Heike Hartung, Günter Hammann, Ellen Lautenschläger, Paul Prigionieri, Petra Brettnich, Pfarrerin Ksenija Auksutat
Der „neue“ Kirchenvorstand: Vorne: Richard Hefermehl, Rainer Lortz, Ruth Henninger, Andrea Gils, Heike Hartung, Ellen Lautenschläger, Petra Brettnich. HInten: Pfarrer Hans Jürgen Basteck,
Dr. Otmar Nassau, Roger Funk, Günter Hammann, Paul Prigionieri, Pfarrerin Ksenija Auksutat.
Auf dem Bild fehlt: Karin Dirfard

Impfen ist ein Segen

Impfen soll für Menschen in Stockstadt am Rhein einfacher werden – hingehen, Ausweis zeigen, Schutz-Impfung erhalten. Am Samstag, 18. September kommt dafür extra das mobile Impfbusteam vom Deutschen Roten Kreuz auf den Supermarktparkplatz von Edeka Nikolaus am Ortsausgang Richtung Biebesheim. Dann kann man sich ganz spontan und bequem beim Einkauf fürs Wochenende impfen lassen. Geimpft wird von 9 bis 17:00 Uhr. Die Geimpften erhalten einen Gutschein für ein Eis im örtlichen Eiscafé. Wichtiger Hinweis: Personalausweis nicht vergessen!

Plakat: Kreis Groß Gerau

Der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt am Rhein hat bei Bürgermeister Thomas Raschel diese Impfaktion angeregt. Das Ziel der Aktion ist es, noch Unentschlossenen ein sehr einfaches und unbürokratisches Impfangebot zu machen. Ganz nach dem Motto, wenn die Menschen nicht zum Impfstoff kommen, dann kommt der Impfstoff eben zu den Menschen.

„Diese medizinische Leistung ist ein Segen. Geimpfte erkranken weniger häufig und weniger schwer an der Covid-19- Infektion. Sie schützen sich und andere durch die Impfung,“ zeigt sich Pfarrerin Auksutat überzeugt. Und sie sagt: „In der Medizin zeigt sich, dass Gott Menschen begabt, anderen zu helfen. Wir wollen dazu beitragen, dass auch Stockstädter, die aufgrund Ihrer Lebenslage nur schwer die Impfung in einem Impfzentrum oder bei einem niedergelassenen Arzt wahrnehmen können, flexibel und unbürokratisch erreicht werden.“ Die Aktion ermöglicht, ganz einfach ohne Termin vorbeikommen: Personalausweis zeigen und eine Impfung erhalten.

Alle Informationen zur Evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt am Rhein im Internet unter www.stockstadt-evangelisch.de.