Konfirmation 2020

Die Konfirmation findet in diesem außergewöhnlichen Jahr in zwei Gottesdiensten und zwar am Samstag, 15.  August 2020 um 16.00 Uhr und am Sonntag, 16. August 2020 um 10.00 Uhr in der Evangelischen Kirche Stockstadt statt.

Die Jugendlichen werden wie folgt eingesegnet:

Samstag:
Chiara Lisanne Anders,
Sophie Bender,
Simon Eßer,
Philip Kaffke,
Fabienne Klein,
Leni Menger und
Noel Taurin Teibes

Sonntag:
Selina Maria Hain,
Tammy Sue Jakobi,
Amelina Marie Kartsch,
Mira Mattern,
Madelaine Hongwe Tarpah und
Mary Leong Tarpah

Lebenslust – Mit Popsongs auf Sinnsuche in hr1

Die Lust auf Leben, Sommer und Sonne: Sie ist trotz oder gerade wegen des Corona-Virus in diesem Jahr besonders groß. Für viele drückt sich Lebenslust in Musik und Songs aus.

Acht solcher Songs zum Thema „Mit Popsongs auf Sinnsuche: Lebenslust“ haben sich die kirchlichen Autorinnen und Autoren im Sommer für ihre hr1 Sonntagsgedanken vorgenommen.

Pfarrerin Ksenija Auksutat, Bild: Ben Knabe, Evangelisches Medienhaus

Einen Song, der sie in der Corona-Pandemie neu in Bewegung gebracht hat, stellt Ksenija Auksutat Pfarrerin in Stockstadt am Rhein, am 5. Juli vor: „It’s my life“ von Bon Jovi. Mit dem Song im Ohr ist sie schon vor vielen Jahren durch den Wald gerannt.

Sportlich unterwegs zu sein, ist für viele Lebenslust pur. Während der Corona-Zeit ist das für viele entlastend: Wenigstens kann man draußen laufen, walken oder joggen. Allerdings setzt manchmal die eigene Unsportlichkeit Grenzen. Ksenija Auksutat erzählt davon in ihren hr1 Sonntagsgedanken am 5. Juli 2020 um 7.45 Uhr, genauso wie von Lebenslust am eigenen Körper: Mit allen Kräften und auch, wenn man sich schwach fühlt.

Weitere Informationen im Internet unter:

www.hr1.de
www.kirche-im-hr.de

https://www.kirche-im-hr.de/autorenautorinnen/auksutat-ksenija/

Gross Gerauer Echo vom 2.6.2020: Stockstadt: Fast hätten alle mitgesungen

Schlangestehen für den Gottesdienst: Die evangelische Gemeinde feiert im Kirchhof Pfingsten – „das unterschätzte Fest“.

Von René Granacher

STOCKSTADT – Nicht mehr drinnen verkriechen, sondern hinausgehen: Was beim Pfingstwunder als Auftrag an Jesu Jünger erging, nahm sich am Pfingstsonntag auch die evangelische Gemeinde zu Herzen. Statt in der Kirche feierte sie ihren Gottesdienst draußen, nämlich unter den Kastanienbäumen des Kirchhofs. Mit Corona-Abstand waren dort Bänke und Stühle aufgestellt, vorne ersetzte ein geschmückter Tisch den Altar.

Die Kirchenorgel hatte ihren angestammten Platz nicht verlassen, sondern an einer elektronischen Orgel begleitete Michael Tagliente die Feier. Mit Verstärkung durch eine gute Tonanlage kamen seine Melodien ebenso bis in die letzte Reihe wie die Worte von Pfarrer Hans Jürgen Basteck. Aus der Apostelgeschichte lasen Paul Prigionieri und Roger Funk, Mitglieder des Kirchenvorstands.

Dessen Vorsitzender Richard Hefermehl freute sich über den großen Zuspruch: „Dass die Leute Schlange stehen, um zum Gottesdienst zu dürfen, das hat man auch nicht alle Tage.“ Tatsächlich war das Stockstädter Pfingst-Ereigniss mit etwa 60 Gläubigen so gut besucht, dass zusätzliche Stühle herangeholt werden mussten. Die Schlange am Hofeingang war freilich auch darauf zurückzuführen, dass sich jeder Teilnehmer in eine Liste eintragen musste und dann noch zu Desinfektionsmittel greifen durfte.

Ein Gottesdienst an diesem Ort sei tatsächlich eine Premiere, erklärte Pfarrer Basteck: Draußen gefeiert habe man zwar schon, etwa auf dem Kühkopf oder im Schwimmbad, aber noch nie an diesem so naheliegenden Ort. Gerade zu Pfingsten hat es sonst Kühkopf-Gottesdienste gegeben, die in diesem Jahr durch das neue Format ersetzt wurden. Dass die Feier wenig Störung von außen erfuhr, war auch dem stark reduzierten Flugverkehr zu verdanken.

Basteck fand Verbindungen zwischen dem Pfingst-Ereignis zu Jerusalem, das als Geburtsstunde der christlichen Kirche gilt, und der aktuellen Situation. Er sprach vom frischen Wind, der damals als Heiliger Geist wehte und heute in Köpfen und Kirche wieder nötig sei. Ein Geschenk Gottes seien auch verbindende Worte zwischen den Menschen – wie damals, als die Jünger plötzlich zu allen Völkern in ihren Sprachen redeten.

Den Geist Gottes verglich er mit einem brausenden Wind, der gleichwohl nicht zerstöre, sondern im Gegenteil die nötige Luft zum Atmen sei. In Zeiten von Schutzmasken merkten die Menschen wieder, wie wichtig freies Atmen sei. Das Sprachwunder symbolisiere zudem, dass ein gemeinsamer Glaube stärker ist als kulturelle Unterschiede.

Miteinander reden, aufeinander hören, auch wenn man verschiedener Meinung ist – etwa zum Thema Corona: Da gab es wieder einen Brückenschlag. So wurde die Botschaft der Apostelgeschichte sehr aktuell und die Erweckung durch den Geist ein Vorbild für einen nötigen Aufbruch der heutigen Christen. „Darum ist Pfingsten eigentlich ein unterschätztes Fest“, schloss Basteck, „und hätte uns ebenso viel zu sagen wie Weihnachten oder Ostern.“

Zum Umgang mit Krisen kam noch der Dichter und Komponist Joachim Neander aus dem 17. Jahrhundert zu Wort. Nach der europäischen Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges hielt er sich nicht mit Jammern und Klagen auf, sondern freute sich über Gottes Liebe, dankte für Geborgenheit im Glauben und die Schönheit der Welt. Die Gemeinde musste sich beherrschen, um bei Neanders bekanntestem Text, dem Kirchenlied „Lobe den Herren“, nicht trotz Corona-Regeln mitzusingen.

Altarkreuz in Stockstädter Kirche in neuem Glanz

Das Altarkreuz in der Evangelischen Kirche Stockstadt am Rhein
(Foto: Heike Hartung)

Das historische Altarkreuz in der evangelischen Kirche in Stockstadt erstrahlt in neuem Glanz. Es wurde denkmalgerecht von der Fachfirma Bormuth Metallkultur in Richen saniert. Das massive Messing-Standkreuz war stark oxidiert und wirkte beinahe schwarz. Der darauf angebrachte Korpus zeigt Christus am Kreuz in Form des segnenden Auferstandenen. Diese Figur ist vermutlich älter und steht in der Tradition romanischer Christus-Skulpturen. Sie besteht aus Bronze und wurde nachträglich an dem Messing-Kreuz befestigt. Die ohnehin dunklere Bronze-Figur war im Laufe der Zeit vor dem nachgedunkelten Messing-Hintergrund kaum noch erkennbar.

Die Sanierung erfolgte in mehreren aufwändigen Verfahrensschritten. Die teilweise zerkratzten Oberflächen wurden vorsichtig poliert, dann Oxidationsschichten entfernt und mit einem Schutzlack überzogen. Schließlich wurde das Kreuz mit dem Standfuß solide verbunden. Das gesamte Kreuz wiegt etwa 15 kg und ist bei Gottesdiensten auf dem Altar zu sehen. Die Sanierungskosten in Höhe von 750 Euro wurden von der Evangelischen Frauenhilfe Stockstadt am Rhein getragen. „Die Stockstädter Frauenhilfe hat schon immer gerne dazu beigetragen, dass Gottesdienste einen schönen Rahmen finden,“ sagte Inghilde Melk, Vorsitzende des Frauenhilfevorstands. Der Kirchenvorstand dankte der Frauenhilfe für ihr treues Engagement. Bereits in den Vorjahren hatte die Frauenhilfe den Kauf neuer Gesangbücher finanziert und auch mit Spenden zur Sanierung des Gemeindehauses beigetragen.

Gemeindebrief als Konfi-Projekt – jetzt online!

Unser neuer Gemeindebrief wird derzeit von unseren Konfis an alle evangelischen Haushalte in Stockstadt verteilt. Auch online ist er jetzt verfügbar. Der Gemeindebrief wurde als Projekt – anstelle des Vorstellungsgottesdienstes, der aufgrund er Corona Pandemie nicht stattfinden konnte – von den Konfirmandinnen und Konfirmanden erarbeitet.

Lesen Sie selbst, was die jungen Menschen erzählen über den Glauben, die Stockstädter Kirche und unsere Gemeinde!

Pfingsten in Stockstadt unter Kastanien

Gottesdienst unter freiem Himmel

Die wunderschönen alten Kastanien vor der Stockstädter Kirche bilden in diesem Jahr ein Blätterdach für den Gottesdienst am Pfingstfest. Das passt gut zum Pfingstwunder, an das sich die Christen in diesen Tagen erinnern. Pfarrer Basteck und der Kirchenvorstand laden ein, am Sonntag, 31. Mai, um 11 Uhr draußen unter freiem Himmel über den guten Geist Gottes nachzudenken. Zusammenhalten ist in der Zeit der Corona-Pandemie ein wichtiges Thema geworden. Dazu soll auch in diesem Gottesdienst die Gemeinschaft der Menschen hier in Stockstadt gestärkt werden. Musikalisch wird der Gottesdienst begleitet von Michael Tagliente am E-Piano. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Foto: Hans Jürgen Basteck

SonntagsAndachten im Sommer um 11 Uhr

Die vielen Auflagen für Gottesdienste führen dazu, dass auch in Stockstadt vieles abgesagt werden musste. Zugleich entsteht Neues.

Der Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Stockstadt hat darum beschlossen, weiter neue Formen auszuprobieren. Den ganzen Sommer über findet sonntags um 11 Uhr eine SonntagsAndacht in der Kirche statt. Der Gottesdienst dauert etwa eine halbe Stunde. Auch wenn die Gemeinde nicht singen darf, erklingt Musik. Verschiedene Gruppen und Solistinnen tragen zum musikalischen Charakter der Andacht bei. Eine Anmeldung zu den Gottesdiensten ist nicht erforderlich.

„Warum suchen wir den Himmel im Weltall?“ Dieser Frage geht Pfarrerin Auksutat am Himmelfahrtstag am Donnerstag, 21. Mai, in ihrer Andacht um 11 Uhr nach. Auch am Pfingstmontag wird um 11 Uhr eine FeiertagsAndacht mit Pfarrerin Auksutat stattfinden.

Immer Freitags gibt es ein AbendGebet in der Kirche, am 22. und 29 Mai um 17 Uhr, im Juni dann um 18:30 Uhr. Hier stehen Musik und dazu Lesungen von Gedichten und Geschichten im Mittelpunkt.

Die Kirche bleibt weiterhin tagsüber geöffnet. Von 9 Uhr bis 17:30 Uhr kann man dort Ruhe finden, eine Kerze entzünden und beten.

Foto: Hans Jürgen Basteck

Kindergottesdienst to go…

Kindergottesdienst für Kita-Kinder

Eine Papiertüte prallvoll gefüllt zum Abholen

Corona macht auch erfinderisch: Die Kinder der evangelischen Kita Arche Noah in Stockstadt wurden jetzt vom Kita-Team mit einem Gottesdienst to go versorgt. In eine Papiertüte steckten ein großes Spielfeld und ein Teelicht als Spielfigur. An jedem Spielfeld gab es etwas zu tun oder zu entdecken. Thema war „Der gute Hirte“. Zum Basteln war Schafswolle und ein Schaf zum Ausschneiden darin. Leckere Idee zum Schluss war ein Rezept für Schafs-Muffins mit einem weißen Fell aus Marshmallows. 25 Familien holten sich ihren „KiGo to go“ schon ab und erste Rückmeldungen zeigen: Sie hatten viel Spaß damit!

Foto: Tanja Heß
Foto: Tanja Heß

Gemeinsame Andachten in der Kirche wieder möglich

Im Mai findet an jedem Sonntag um 11 Uhr eine SonntagsAndacht in der evangelischen Kirche in Stockstadt statt. Freitags wird es um 17 Uhr ein meditatives AbendGebet geben. Beide Kurzgottesdienste werden stark musikalisch geprägt sein.

Seit Anfang Mai ist es wieder möglich, Gottesdienste in Kirchen oder im Freien zu feiern. Auf vieles wird man noch einige Wochen und vielleicht Monate verzichten müssen: auf das gemeinsame Singen, den Stammplatz in der Kirchenbank, auf große Feste mit vielen Gottesdienstbesuchern ebenso wie auf die Feier des Abendmahls. „Die Anforderungen des Gesundheitsschutzes verändern die vertrauten gottesdienstlichen Formen erheblich, darum feiern wir vorerst kurze Andachten“, teilte Pfarrerin Auksutat mit. Um den Abstand von mindestens 1,5 bis 2 Metern zwischen den Mitfeiernden einhalten zu können, sind in der Stockstädter Kirche 39 Plätze für Gottesdienstbesucher gekennzeichnet. Die Emporen müssen frei bleiben. Es gibt darum wie bereits in der Zeit vor Ostern die Möglichkeit, die gottesdienstliche Feier zeitgleich im Internet mitzufeiern.

Auch das Glockenläuten wird schrittweise wieder erklingen. Das Schulläuten wurde bereits wieder aktiviert. Vor den Andachten in der Kirche läutet es ebenso wie zu Beerdigungen. Nur der Ruf der Glocken zum Sonntagsgottesdienst mir Vorläuten und Hauptläuten ist noch verstummt. „Darauf freuen wir uns schon jetzt: Wenn wir wieder mit vielen gemeinsam zusammenkommen und singen können,“ sagt Günter Hammann vom Kirchenvorstand, der nur wenige Schritte entfernt von der Kirche wohnt.

Nachdem zunächst auf Bundesebene ein Rahmen abgesteckt wurde, haben sich die christlichen Kirchen und die anderen Religionsgemeinschaften mit der Landesregierung auf die Grundlinien eines Schutzkonzeptes verständigt, das auch mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmt wurde. Fest steht damit: Gottesdienste wie üblich, wird man nicht feiern können. Die Handreichung zur Hygiene sehen unter anderem vor, dass die Namen der Gottesdienstbesucher notiert werden, damit im Ansteckungsfall die Infektionskette nachverfolgt werden kann. „Um Infektionen zu vermeiden, wollen wir alle Vorgaben beachten. Darum hat der Kirchenvorstand ein Schutzkonzept verabschiedet“, teilt Richard Hefermehl, Vorsitzender des Kirchenvorstands, mit. Abstand halten und Verantwortung für die eigene und die Gesundheit der anderen zu übernehmen ist für ihn Ausdruck von Nächstenliebe: „Weil uns aus unserem Glauben heraus so viel daran liegt, andere nicht zu gefährden und Schwache zu schützen, ist es geboten, die staatlichen Einschränkungen mitzutragen.“

Halten Sie also in den nächsten Tagen und Wochen weiterhin die Augen und Ohren offen: In den Schaukästen der Kirche, im Internet unter www.stockstadt-evangelisch.de oder in den unterschiedlichen Whatsapp-Gruppen kann man erfahren, was in der Kirche stattfindet.